Dienstag, 1. September 2015

Strände von Mallorca

Natürlich haben wir nur eine kleine Auswahl von Stränden auf Mallorca besucht, aber diese möchte ich hier gerne vorstellen.

Alcudia und Playa de Muro
Dieser Strand von Alcudia war der nächste zu unserem Hotel - nur einmal über die Straße mussten wir dafür gehen. Der Strand hier ist relativ schmal, aber der Strand erstreckt sich ja über die ganze Bucht von Alcudia. Weiter südlich heißt der Strand dann "Playa de Muro", hier mussten wir mit dem Auto hinfahren. An beiden Stränden gab es liegen und Schirme , wobei am Playa de Muro die meisten für die angrezenden Hotels reserviert waren - in Alcudia gab es da nicht. Man zahlt in Alcudia 9€, in Playa de Muro fast 12€ für 2 Liegen und einen Schirm. Der Strand hier ist schmal aber sehr sauber. Das Meer bleibt lange relativ flach und das Wasser ist sehr klar. Uns hat der Wellengang etwas gefehlt, aber trotzdem sind beide sehr schöne Strände!
In Alcudia gab es auch ein großes Angebot von Wassersport, vom Banana-Boat bis Paragliding war alles möglich.

Port de Sa Calobra
Diese Bucht ist gleichzeitig eines der bekanntesten Ausflugsziele von Mallorca, in den Bergen im Norden gelegen. Zwischen hohen Felsen liegt diese winzige Bucht. Und sie ist wirklich winzig. Der Kiesstrand ist sehr schmal, geht aber weit nach hinten. Der Bereich im Wasser, in dem man schwimmen darf, ist sehr klein, da direkt am Eingang zur Bucht sehr viele Yachten liegen.

Straße aus den Bergen zum Strand Sa Calobra

Wir sind hier erst gegen Nachmittag angekommen, um den Touristenmassen zu entgehen. Das hat auch gut geklappt, da der Strand sich schon leerte. Man läuft von einem Bezahl-Parkplatz etwa 10 min durch Felstunnel zum Strand. Liegen oder Schirme gibt es hier keine, aber am Nachmittag lag die Bucht komplett im Schatten.





Wir waren am Ende nur sehr kurz hier, weil das Wasser hier sehr schmutzig war. Wir wollten hier an den Felsen entlang eigentich etwas Schnorcheln, aber leider gab es kaum Fische. Das einzige was man im Wasser gesehen hat, waren Plastik-Schwebeteilchen, die bis 1 m unter der Oberfläche schwammen. Auf dem Wasser schwamm auch anderer Müll. Ich glaube, dass hier zwei Probleme zusammen kommen: im Meer ist leider sehr viel Plastik, das sich in so einer engen Bucht einfach ansammelt und hier kommen jeden Tag so viele Menschen und Boote her, dass leider einfach auch Müll zurückbleibt. Dies wirkt sich vermutlich auch negativ auf die Fische aus.
Zum Fotos schießen ist die Bucht klasse, zum Schwimmen hat es uns nicht begeistert und wir sind schnell wieder verschwunden.

Cala Agulla in Cala Ratjada
Cala Ratjada ist ein bekannter Ferienort für Jugendliche, denen der Ballerman etwas zu viel ist. Man merkt dem Ort die Partykultur auch durchaus an, aber trotzdem ist die Strandpromenade sehr schön. Hier gab es auch viele gutaussehende Restaurants. Falls es uns nochmal nach Mallorca verschlagen sollte, würde ich diesen Ort auswählen. In und um Cala Ratjada gibt es viele Strände und wir haben uns für die Cala Agulla am Rand von Cala Ratjada entschieden.
Der Strand ist nicht besonders groß, aber selbst zur Mittagszeit haben wir noch zwei Liegen mit Schirm bekommen. Der Strand liegt an einer Bucht, die aber deutlich größer als Port de Sa Calobra ist. Mir hat dieser Strand am besten gefallen. Das Wasser hier war wieder sehr klar und es gab viele Fische, die wir beim Schnorcheln beobachten konnten. Hier haben wir auch Tretboot gemitete (1 Stunde für 10€) und sind zu den Felsen am Rand gepaddelt, um hier zu Schorcheln.
Auch der Stadtstrand Son Moll sah gut aus, war aber schon sehr überfüllt.

San Moll


Portals Vells
Palma de Mallorca hat selbst keinen Strand direkt an der Stadt, daher sind wir Richtung Westen zum Strand Portals Vells gefahren. Eignetlich handelt es sich um 3 kleine Buchten. Die Strände hier sind auch wieder sehr klein und die kleinen Parkplätze sind heillos überfüllt. Hier ist auch ein bekannter Schwulen- und FKK-Strand. Der Bereich zum Schwimmen war hier wieder sehr klein, da am Eingang der drei Buchten viele Yachten lagen. Auch hier war bedingt durch die kleine, enge Bucht wieder relativ viel Plastik-Müll im Wasser. An diesem Strand hatten wir auch noch unsere Sonnencreme vergessen, sodass wieder hier auch nicht lange geblieben sind.



Freitag, 14. August 2015

Hotel Astoria Playa

Wie versprochen gibt es heute einen Blogeintrag über unser Hotel "Astoria Playa" in Port d'Alcudia.

Das Hotel ist ein modernes 4-Sterne Superior-Haus, das nur von Erwachsenen gebucht werden kann. Laut Tripadvisor ist das Hotel das beste im Ort - sogar das Essen war sehr gut bewertet. Die Hotelanlage mit zwei Pools und die Nähe zum Strand gaben für uns dann den Auschlag zum Buchen.

Port d'Alcudia liegt im Nordosten von Mallorca, direkt unter der Bergkette im Norden und am oberen Ende der großen Bucht von Alcudia. Der Ort ist die zugehörige Hafenstadt zu Alcudia, das etwas im Hinterland liegt. Diese Kombination findet man auf Mallorca häufig, da die Küsten im Mittelalter von Piraten bedroht waren. Man lebte dann bevorzugt etwas im Hinterland, geschützt vor den Piraten, und sicherte sich die Anbindung an das Meer über kleine Hafenstädte. Vom Flughafen aus haben wir das Hotel mit dem Mietwagen in 40 min erreicht. 

Alcudia selbst ist vergleichsweise wenig touristisch aber umso mehr wunderschön! Port d'Alcudia hingegen hat im Norden einen kleinen Yacht-Hafen und südlich davon nur Unterkünfte für Touristen, die nahtlos in den nächsten Ort übergehen. Gerade die Ecke, in der das Hotel war, empfanden wir als sehr hässlich und sehr touristisch. Im Nachhinein waren wir auch um die aufgezwungene Halbpension sehr dankbar, da die umliegenden Restaurants den Charme von McDonalds hatten: hauptsächlich Steakhäuser, italienische und chinesische Restaurants - ich bin mir nicht wirklich sicher, ob es ein spanisches Restaurant gab. Einziger Lichtblick war das 1-Sterne-Restaurant "Jardin" mit einem etwas günstigeren Bistro angeschlossen. Wir haben auch zweimal versucht, außerhalb des Hotels in einer Bar einen Drink zu nehmen - und sind absolut gescheitert. Die am besten bewertete Bar (Good Fellas Music Bar) war eine britische Musikkneipe - stil- und charmelos.


Port d'Alcudia ist bei Familien sehr beliebt, da der Strand in der Bucht sehr breit und flach ist und dazu das Wasser kaum Wellengang hat.
Auch wennd er Ort selbst nicht besonders ansprechend war, war es ein sehr guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Insbesondere die Berge sind sehr gut zu erreichen!

Nun zum Playa Astoria selbst. Das Hotel ist schon recht groß, dafür aber sehr modern mit gehobenem Standard. Die Zielgruppe des Hotels waren offensichtlich Paare jeder Altersklasse, aber überwiegend unter 40. Nur vereinzelt waren Familien mit erwachsenen Kindern und Reisegruppen junger Leute darunter.

Als wir am Sonntagnachmittag ankamen und uns in den Sessel zum Check-In niedergelassen hatten, gab es erstmal einen Schreck: unsere Reservierung wurde im Computer nicht gefunden. Zum Glück konnte ich die Buchungsbestätigung vorzeigen, aber das änderte erstmal nichts, da kein Zimmer frei war. So mussten wir die erste Nacht in einem anderen Hotel übernachten. Im Verlauf unseres Aufenthalts haben wir mitbekommen, dass wir bei weitem nich die einzigen  waren, denen es so ergangen ist. Die Praxis des Überbuchens mag ja üblich sein, ist aber schon sehr ärgerlich.
Wir wurden dann im Hotel "Eix Alcudia", ebenfalls ein 4-Sterne Adult Only Hotel in der Nähe des Hafens, untergebracht. Das Taxi zum neuen Hotel und am nächsten Tag zurück wurde vom Playa Astoria bezahlt und unser Auto durften wir schonmal auf dem gesicherten Hotelparkplatz des Playa Astoria lassen.
Das Ersatzhotel war zwar auch in Ordnung, aber schon auf den ersten Blick ein anderes Niveau als "unser" Hotel. Besonders gezeigt hat sich dies bei der Gästestruktur und beim Abendessen, welches mit meiner Uni Mensa vergleichbar war.
Wir haben dann den restlichen Tag bei einem kleinen Spaziergang zu Hafen und zum Strand verbracht. Der Strand direkt am Hafen war eine kleine Bucht in der Bucht und hatte dadurch Badewannen-Qualität. Das Wasser war sehr warm, kaum Bewegung drin und sehr lange sehr flach - perfekt für Kinder, aber uns hat es nicht angesprochen.

Am nächsten Morgen sind wir noch vor dem Frühstück zum Astoria Playa zurückgefahren, um dort zu essen und unser Zimmer zu beziehen. Ab diesem Zeitpunkt hat auch alles hervorragend geklappt. 
Das Frühstück hat uns sehr gut gefallen. Es gab eine große Auswahl an frischem Obst und Säften, Wurst und Käse sowieso süße Backwaren. Dazu gab eine Station an der frische Omeletts nach Wunsch zubereitet wurden. Zusätzlich gab es Spiegeleier, Toasts, Speck und Pancakes und natürlich alles weitere, um ein britisches Frühstücksherz glücklich zu machen. Der Kaffee kam sogar frisch gemahlen aus einem Vollautomat, was in solchen Urlaubshotels durchaus unüblich ist.

Danach konnten wir unser Zimmer in Empfang nehmen. Die Dame an der Rezeption musste noch etwas Zeit schinden bis das Zimmermädchen fertig war und hat uns deswegen mit Tipps für Ausflüge überhäuft. Das war aber alles sehr informativ und hilfreich - also eine nützliche Ablenkung! Bevor es dann aufs Zimmer ging, sprachen wir noch mit der Guest Relation Managerin über unsere Kompensation für die entgangene erste Nacht. Wir einigten uns auf ein Zimmerupgrade (Nespresso Maschine auf dem Zimmer, Bademäntel und Badeschlappen, eine Flasche Wein zur Begrüßung), ein kostenloses Mittagessen im hoteleigenen Bistro und ein Balinese Bed am Pool (inklusive Obst und Cocktails) umsonst. Wir fragten dann noch nach Getränkegutscheinen - hier war sie zunächst etwas zurückhaltend, hat uns dann aber im Laufe des Aufenthalts mehrere Gutscheine gegeben, so dass wir für Drinks abends eigentlich nie bezahlt haben.

Balines Bed - kostet sonst 20€, für uns umsonst
Das Zimmer war sehr groß und hell und hatte eine großen Balkon. Das Bad war ebenso großzügig und mit einer ganz tollen Regendusche ausgestattet. Die Betten waren sehr bequem, aber leider zwei einzelne Betten wie es in Urlaubshotels üblich ist. Im großen Kleiderschrank konnten wir alle unsere Sachen unterbringen. Hier war auch ein Kühlschrank, den wir uns selbst mit Getränken aufgefüllt haben, und der Safe, den wir zur Kompensation auch noch umsonst bekommen haben. Unser Zimmer war in der ersten Etage in der Nähe des Treppenhauses, wodurch es leider vor allem nach Ende des Abendprogramms sehr laut war. Insgesamt war es sowieso etwas hellhörig. Ein weiterer Nachteil war die Lage zum Pool mit der Bühne, wo jeden Abend das Unterhaltungsprogramm stattfand - ich hätte eine etwas ruhigere Lage zur anderen Seite bevorzugt.

Das Hotel verfügt über zwei Pools mit einer ausreichenden Anzahl an Liegen und Schirmen. Außerdem war der Strand nur 5 min entfernt - hier kosten zwei Liegen und ein Schirm aber 9€. Zur weiteren Unterhaltung gibt es einen Billardtisch (1€ pro Spiel), den wir jeden Abend benutzt haben, und eine Minigolfbahn (5€ pro Person), die allerdings in so schlechtem Zustand ist, das sich die Bälle zu Teil scheinbar wider jeder physikalischen Kräfte verhielten. Es gab auch ein Fernseh- und Lesezimmer, das ich aber niemals von Gästen in genutzt gesehen habe.
Tagsüber wurden auch kostenlose Yoga- und Sportkurse angboten - für alle nicht ganz so faulen Urlauber.


Jeden Abend um 21.45 gab es ein Showprogramm: von musical-ähnlichen Darbietungen über ein Männerquartett zur einer Queen-Coverband war jeden Abend etwas anderes dabei. Alles war qualitativ sehr hochwertig, hat aber nur bedingt unseren Geschmack getroffen. Da wir dem Ganzen mit unsere Zimmerlage aber nicht entgehen konnten und Ausgehen hoffnungslos war, haben wir uns die Shows immer mit Billard und Cocktails angeschaut. Ich hätte mir gewünscht, dass die Shows früher anfangen und Enden, damit die Leute nicht erst gegen Mitternacht zurück zum Zimmer gehen.

Billard mit Show-Bühne im Hintergrund
Das Essen war durchweg sehr hochwertig und lecker. Das Frühstück war wie schon beschrieben von großer Auswahl und hat genau unseren Geschmack getroffen. Zum Abendessen gab es immer ein schönes Vorspeisenbuffet mit ausgefallenen Kreationen. Zum Hauptgang gab es dann eine Auswahl von Beilagen und eine Station mit frisch gebratenem Fleisch. Dort gab es auch immer ein Tages-Special, z.B. Lamm, Ente, Roastbeef oder Fisch. Außerdem wurden immer ein paar Gerichte unter einem Länderküchen-Motto angeboten (Asiatisch, Spanisch, Mexikanisch...). Die Desserts fand ich dagegen immer etwas langweilig und nicht so lecker, aber hier habe ich auch sehr hohe Ansprüche! Hier gab es auch immer ein Special, z.B. einen Schokoladenbrunnen mit frischem Obst oder eine Käseauswahl. Insgesamt gab es besonders bei den Vorspeisen immer viel landestypischen Essen, was uns sehr gut gefallen hat.

Vorspeisen
Die Drinks an der Bar waren sehr lecker, aber etwas zu teuer - mit unseren Gutscheinen aber ja halb so schlimm.

Die Bar
Das Bistro/Gartenrestaurant hingegen ist keinen Besuch wert. Wir sind nur hingegangen, weil wir den Gutschein hatten. Wir bestellten zunächst Fish&Chips - es kamen Pommes mit einem frittierten Fischfilet, lieblos angerichtet. Nach dem zweiten Bissen stellten wir dann beide fest, dass der Fisch innen noch kalt war! Wir ließen den Fisch zurückgehen und bestellten dann ein Sandwich. Das war in Ordnung, aber auch nichts aufregendes. Als Entschuldigung bekamen wir ein weiteres Getränk umsonst und später nochmal einen neuen Gutschein fürs Essen. Diese haben wir aber nicht mehr eingelöst, weil wir mittags sowieso meistens unterwegs waren.

Insgesamt kann ich das Hotel weiterempfehlen. Wer über die kleineren Mängel hinwegsehen kann, ist hier sehr gut aufgehoben - insbesondere das Essen ist hervorzuheben. Bei einem Urlaubshotel dieser Größe muss man die Abendunterhaltung leider hinnehmen, ich hätte mich gefreut, diesem etwas mehr entgehen zu können. Die Hotelanlage ist sehr schön und die Nähe zum Strand wirklich perfekt.Der Ort Port d'Alcudia ist defintiv nicht der beste Urlaubsort, aber sehr gut geeignet als Ausgangspunkt für Ausflüge!

Im nächsten Post zeige ich euch dann die Strände von Mallorca, an denen wir uns entspannt haben :)

Montag, 10. August 2015

Endlich Urlaub - Mallorca Juli 2015



Diesen Sommer war unsere Urlaubszeit auf die beiden letzten Juli-Wochen begrenzt - leider genau zur Sommerferien-Zeit. Da auch nur zwei Wochen zur Verfügung standen, haben wir uns gegen eine Fernreise entschieden und ein sehr klassisches und sehr "deutsches" Ziel gewählt: Mallorca.

Natürlich haben wir uns nicht am Ballermann einquartiert - Mallorca hat schließlich viel mehr zu bieten als diesen Schandfleck. Wir haben uns für insgesamt 11 Tage entschiedenen und das ganze aufgeteilt. Zunächst haben wir 1 Woche in einem Strandhotel in Port d'Alcudia gebucht. Dabei haben wir ein Adult Only Hotel gewählt, um in den Sommerferien den Familien zu entgehen. Danach haben wir noch 3 Nächte in Palma gebucht, um die Hauptstadt etwas zu erkunden.

Port d'Alcudia ist ein Ferienort im Nordosten der Insel in der Bucht von Alcudia. Das Hotel "Playa Astoria" ist ein 4-Sterne Hotel, das erst ab 16 Jahren gebucht werden kann. Laut Tripadvisor ist es das beste Hotel im Ort. Dazu haben wir unfreiwillig Halbpension genommen, weil es keine andere Option gab. Im Nachhinein war das eine sehr gute Entscheidung, da Port d'Alcudia ein sehr touristischer Ort ist, der kaum ansprechenden Gastronomie zu bieten hat.

Wir haben Flug (airberlin ab Köln/Bonn), Mietwagen (Nissan Note, 11 Tage) und das erste Hotel (7 Nächte, Halbpension) über Expedia Click&Mix gebucht (900€ pro Person). Das Hotel in Palma habe ich dann seperat über booking.com gebucht (130€ pro Nacht mit Frühstück).

Für Palma haben wir das Hotel "Feliz" in Hafennähe, etwas westlich der Innenstadt, genommen. Man läuft zwar ein gutes Stück bis zur Altstadt (ca. 30 min), aber man kann die ganze Zeit am Hafen entlang schlendern. Das Hotel war ein sehr schönes Boutique-Hotel mit ausgefallener Einrichtung.

Wir sind mit airberlin geflogen, weil die Flugzeiten besser gepasst haben als bei Germanwings und weil man bei airberlin das übliche Freigepäck hat, was bei Germanwings dazugebucht werden muss.

So, nun aber genug der harten Fakten! Im nächsten Post zeige ich euch dann das Hotel "Playa Astoria" :)

Mittwoch, 5. August 2015

Ox&Klee - Spitzengastronomie in der Kölner Innenstadt

Zum Abschluss der doch stressigen Examens-Zeit haben wir uns selbst mit einem leckeren Essen belohnt. Dafür haben wir dieses Mal das Ox&Klee ausgewählt. Dieses Restaurant hat zwar keinen Stern, aber trotzdem ambitionierte Küche und wurde uns von Freunden empfohlen.

Es gibt keine Speisekarte, sondern man wählt nur die Anzahl der Gänge (4 bis 9 Gänge, ab 59€, jeder weitere Gang +10€). Dazu kann man dann auch eine Weinbegleitung wählen. 
Das Restaurant liegt im Souterrain und hat einen kleinen Außenbereich. Da hier die Straßenbahn regelmäßig fährt, ist es draußen nicht sehr gemütlich, allerdings war das Wetter so schön und warm, dass wir trotzdem draußen sitzen wollten.

Wir entschieden uns für 5 Gänge und begannen mit einem alkoholfreiem Aperitif. Es wurde uns ein Winzer-Traubensaft empfohlen, der sehr lecker war - vor allem nicht zu süß. 

Dann ging es sofort mit dem Essen los. Es gab neben den 5 bestellten Gängen einige Zwischengänge, die das ganze Essen sehr aufgewertet haben.

   1. Amuse-Gueule: Maggi-Eier, Krabben auf hausgemachtem Knäckebrot, Tomatenessenz


2. Amuse-Gueule: Matjes mit Rote Beete, Zwiebel und Apfel

1. Gang: Wildkräutersalat

 3. Amuse-Gueule: Oliven-Grissini, Parmesanschaum mit Bohnen und Salat
2. Gang: Fisch im Dill-Sud mit Algen (ich weiß leider nicht mehr, was für ein Fisch es war)

3. Gang: Lachs mit Gurke und Tobinambur
 
Zwischengang: Tomaten-Basilikum-Limonade

4. Gang: Poulardenbrust mit Pfifferlingen, Aprikose und Olive - Brioche mit Leberwurst -
    Hühnerfrikassee

 Zwischengang: Dreierlei von der Himbeere auf Kaffeecreme mit Amaranth-Popcorn

5. Gang: Landschaft aus Erdbeere, Schokolade, Ahornsirup


Fazit: Besonders geschmeckt haben uns die Zwischengänge, sowieso der Lachs und das Dessert. Durchweg war das Essen sehr gut, aber es hat mich persönlich nicht umgehauen. Nach den fünf Gängen war ich gerade so satt, die Portionen sind eher zu klein als zu groß.
Was uns gar nicht gefallen hat, war die Weinbegleitung: nicht nur, dass pro Glas stolze 9€ berechnet wurden, auch waren die Weine durchweg nichts besonderes. Während im maiBeck die Weinbegleitung nur halb so teuer war, haben uns die Weine dort extrem gut gefallen.

Das Servicepersonal war gut und aufmerksam, aber mir irgendwie unsympathisch - aber das ist eine sehr eine persönliche Bewertung. 

Abschließend kann ich sagen, dass man im Ox&Klee sehr gut essen kann, aber beim Blick aufs Gesamte kann ich durchaus nachvollziehen, warum das Restaurant trotz hoher Ambition keinen Stern hat. Die Weinbegleitung ist stark verbesserungsfähig.

Ich würde immer das maiBeck vorziehen, weil es mir ingesamt besser gefallen hat und deutlich günstiger ist.

Dienstag, 4. August 2015

Karotten-Kuchen mit Zimt und Walnüssen

Heute gibt es ein super-leckeres Rezept für Karotten-Kuchen. Ich liebe Karotten-Kuchen, weil er immer so schön saftig ist!
Dieses Rezept habe ich bei Brigitte.de gefunden - ich habe etwas länger gesucht, bis ich eines mit Walnüssen und Zimt hatte, aber dafür ist es perfekt! Es ist auch nicht zu süß und wird durch das Frischkäse-Frosting schön ergänzt. 
Das Rezept reicht für eine Springform mit 26cm oder ergibt 17 Muffins.



Zutaten:
550 g Karotten
300 g Mehl
1 Tl Zimt
1 gehäuften Tl Backpulver
1/2 Tl Natron
150 g Walnusskerne
4 Eier
225 g Zucker
300 mL neutrales Öl

25 g Puderzucker
1 Päckchen echten Vanillezucker (Dr. Oetker)
125 g weiche Butter
200 g Frischkäse 

Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Die Karotten schälen und fein raspeln. Mehl, Zimt, Backpulver und Natron mischen und die Karotten unterheben - solange verteilen, bis die Karottenraspel gleichmäßig mit Mehl umschlossen sind.
Eier mit dem Zucker 5 min gelbschaumig aufschlagen. Öl zugießen und nochmal eine Minute schlagen. Dann die Mehl-Karotten-Mischung zugeben und kurz unterrühren. Zum Schluss die Walnüsse grob hacken und kurz unterheben.

Den Tein in die Springform geben bzw. Muffinsförmchen füllen und 50 min bzw. 20 min backen. Die Muffinförmchen habe ich randvoll gemacht, der Teig geht nicht sehr stark auf.

In der Zwischenzeit die Butter mit dem Frischkäse sowie Puderzucker und Vanillezucker cremig verrühren. Bis der Kuchen abgekühlt ist, kaltstellen.

Sobald der Kuchen/die Muffins ganz abgekühlt sind, kann das Frosting darauf verteilt werden. Ich habe die Creme mit einem Spritzbeutel auf die Muffins gespritzt - so hat diese aber nicht für alle gereicht. Aber die Muffins waren auch ohne Frosting sehr lecker!

Viel Spaß beim Nachbacken!


Donnerstag, 16. Juli 2015

Selbstgemachte Pasta

Seit ich meine heißgeliebte Kitchen-Aid mit dem Nudelmaschinen-Aufsatz haben, mache wir sehr oft Pasta selbst.
Bisher habe ich das immer nach folgendem Rezept gemacht:

Pro Person:
100 g Mehl
1 Ei
1 Tl Olivenöl
Nach Bedarf Wasser oder Mehl

Das ganze habe ich die Kitchen-Aid kurz ankneten lassen. Falls die Masse zu krümelig ist, kann man etwas Wasser zugeben. Ist der Teig zu klebrig, muss noch mehr Mehl dazu.
Zum Schluss muss man dann aber die noch etwas krümelige Masse zu einer glänzenden, elastischen Teigkugel per Hand kneten. Danach lässt man den Teig 1 Stunde in Frischhalte-Folie bei Raumtemperatur ruhen.

Letztes Wochenende habe ich in einem Küchenfachgeschäft spezielles Pastamehl von De Cecco (Semola di Grano) entdeckt. Das 1 kg Packet kostete zwar 4€, ist aber absolut jeden Cent wert! Es handelt sich dabei um einen fein gemahlen Hartweizengries. Dieser gibt der Pasta viel mehr Biss und Geschmack als normales Mehl.

Das Rezept von oben bleibt das gleiche, man ersetzt nur das Mehl durch das Pastamehl. Ich denke, dass man damit auch sehr gut Pasta ohne Ei selbst machen kann - das werde ich bald mal noch ausprobieren.


Diesmal habe ich aus dem Pastateig Ravioli mit einer Büffelmozarella-Tomaten-Rucola-Füllung gemacht und dabei meinen neu erstandenen Ravioli-Ausstecher eingeweiht.
Das Rezept reicht für zwei sehr hungrige Personen:

200 g Pastamehl
2 Eier
2 Tl Olivenöl

125 g Büffelmozarella
1 Handvoll Rucola
100 getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten
Etwas Olivenöl

Für die Füllung alle Zutaten in sehr kleinen Würfel schneiden und mit einem Schuss Olivenöl verrühren.

Den Pastateig nach der Ruhezeit Vierteln und die Teigkugeln jeweils bis Stufe 6 ausrollen. Danach habe ich Dreiecke mit meinem Ausstecher ausgestochen und etwa 1 Teelöffel Füllung daraufgehen. Ein zweites Dreick darauflegen und fest zudrücken. Falls die Ränder schon etwas angetrocknet sind, mit Wassee befeuchten und dann zusammendrücken.
Bei den Formen sind natürlich keine Grenzen gesetzt - man kann auch einfach die Teigplatten, nachdem man auf eine die Füllung gesetzt hat, aufeinander legen und die Ravioli zuschneiden. Das geht etwas schneller als Ausstechen und des bleiben keine Teigreste zurück, die nochmal ausgewalzt werden müssen.

Meine Ravioli sind aber sehr hübsch geworden, da hat sich der Aufwand gelohnt!

Ich habe die Nudeln dann etwa 5 min in leicht siedendem Wasser ziehen lassen, allerdings waren sie vorher dann auch schon etwas angetrocknet. Wenn man die Pasta direkt kocht, braucht es weniger Zeit!



Ich hatte zum Schluss etwas Füllung übrig - die habe ich einfach auf ein Brot gelegt habe und das dann überbacken habe - ebenfalls sehr lecker!



Montag, 6. Juli 2015

Sweet Pasta: Schokoladen-Ravioli mit Quark-Marzipan Füllung

Heute war ein Experiment an der Reihe: Süße Pasta.

Bei der Suche im Internet bin ich dann auch noch auf die Anleitung gestossen, um gestreifte Pasta selbst zu machen. Das kann man natürlich auch mit salziger Pasta in verschiedenen Farben machen.

Dunkler Teig:
125 g Mehl
50 g Kakao
2 Eier
15 g Puderzucker

Heller Teig:
65 g Mehl + Mehl zum Kneten
1 Ei
15 g Puderzucker

Zunächst habe ich den dunklen Teig hergestellt. Dieser ist sehr fest, ähnlich wie Mürbeteig. Der helle Teig ist in Ermangelung des Kakaos zu weich gewesen, weswegen ich solange noch Mehl untergearbeitet habe, bis er nicht mehr klebrig war. Beide Teige habe ich dann in Folie gewickelt und 30 min ruhen lassen.

Zum Ausrollen habe ich den schwarzen Teig geviertelt und auf dickster Stufe vier gleich große Platten ausgerollt. Den hellen Teig habe ich gedrittelt und ebenfalls auf dickster Stufe ausgerollt. Die Platten werden dann abwechseln aufeinander gelegt und leicht aneinander gedrückt - zum "Verkleben" werden diese vorher dünn mit Wasser bestrichen. Die kurzen Kanten habe ich dann schonmal gerade zugeschnitten.


Dann werden die Platten in der Mitte durchgeschnitten und wieder aufeinander gelegt - hier wieder mit Wasser bestreichen und etwas zusammendrücken. Da meine erste und letzte Platte schwarz war, habe ich jetzt in der Mitte einen doppelte schwarze Lage. Das fällt aber nachher nicht auf.


Die gestapelten Platten werden dann fest im Folie eingepackt und dürfen im Kühlschrank 2 Stunden ruhen.

Danach schneidet man Scheiben von den Platten, die längs der Streifen zunächst mit dem Nudeholz etwas geplättet werden und dann mit der Nudelmaschine bis Stufe 5 ausgerollt werden.



So, und jetzt kommt die Füllung: ich habe mich für einen Quark-Marzipan Füllung entschieden, die ein bisschen Käsekuchen-artig war.

250 g Magerquark
2 Eigelb
50 g Zucker
50 g Marzipan
50 g Semmelbrösel

Den Quark etwas abtropfen lassen und mit dem Ei und Zucker cremig rühren. Das Marzipan mit einer Käsereibe raspeln und mit den Semmelbröseln unterrühren. Die Masse jetzt 15 min quellen lassen.

Ich habe die Füllung dann mit einer Spritze auf die Teigbahnen gespritzt und eine zweite Teigbahn darüber gelegt. Anschließend alles gut zusammendrücken und zuschneiden.



Aus den Teigresten, die bei mir Hauptsächlich schwarz waren, habe ich Fahrfalle-Schleifen geformt. Diese eignen perfekt zum Dekorieren!



Die Pasta wird dann einige Minuten in leicht gesalzenem Wasser gekocht. Ich habe die Ravioli dann noch warm auf Vanille-Soße serviert. Meine Gäste waren begeistert!



Ich war auch positiv überrascht vom Geschmack - da ich noch ein verschiedene Fruchtpulver zuhause  habe, werde ich noch andere Farben ausprobiere. Die gestreifte Pasta ist wirklich sehr einfach zu machen und sieht super aus!

Viel Spaß beim Nachmachen :)